Lamellenmotor

Der Lamellenmotor ist ein mechanischer Antrieb, der den Druck eines einströmenden Gases oder einer Flüssigkeit in eine Drehbewegung umwandelt.

Er wird in der Pneumatik und in der Hydraulik eingesetzt. Ein exzentrisch angebrachter Rotor mit beweglichen Lamellen dreht in einem festen Gehäuse, dem Stator. Die Lamellen bewegen sich dabei radial nach außen und schließen den Raum zwischen Rotor und Gehäuse ab.

Weil der Rotor nicht in der Mitte des Gehäuses sitzt (exzentrisch), sind die Abstände zum Gehäuse und somit die von den Lamellen eingeschlossenen Kammern unterschiedlich groß. Am kleinsten sind sie beim Einlass. Ihre Größe nimmt zum Auslass beziehungsweise zu mehreren Auslässen hin zu und anschließend auf dem Weg zurück zum Einlass wieder ab.

Auf diese Weise können hohe Drehzahlen bei niedrigem Drehmoment erreicht werden. Bei Anwendungen mit höherem Drehmoment ist ein Getriebe nötig, das die Drehzahl senkt und das Drehmoment erhöht.

Lange war der Lamellenmotor Standard bei pneumatischen Anwendungen. Für Arbeiten im niedrigen Drehzahlbereich bevorzugen mittlerweile immer mehr Ingenieure effizientere und energiesparende Lösungen wie den Radialkolbenmotor.

Eigenschaften:

  • simple Konstruktion, günstig in der Anschaffung
  • geeignet für Anwendungen im hohen Drehzahlbereich von etwa 500 bis 3000 Umdrehungen pro Minute, bei denen ein niedriges Drehmoment ausreicht
  • Anlaufmoment nötig
  • Drehzahl und Drehmoment nur über ein separat anzubringendes Getriebe anpassbar
  • Druckluftverluste führen zu hohem Energieverbrauch
  • belastbar bis zum Stillstand, keine Sensoren und Ausschalter nötig (wie es beim Elektromotor der Fall wäre).

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